CAD-Daten für den Vertrieb nutzen: So präsentieren Sie Ihren Kunden 3D-Visualisierungen in allen Produktvarianten
Ihre CAD-Daten sind Gold wert für den Online-Vertrieb! Doch nur wenige Unternehmen nutzen das volle Potenzial dieser Daten auch aus. Statt beeindruckender Produktdarstellungen sehen potenzielle Kunden oft nur Listen und kryptische Eingabefelder – kompliziert, unattraktiv und alles andere als verkaufsfördernd.
Wie Sie Ihre Produkte mittels CAD-Daten modern, verständlich und kundenfreundlich online präsentieren – und dabei gleichzeitig Vertrieb und Kundenerlebnis verbessern – erläutern wir in diesem Beitrag.
Status quo: 2D-Bilder und Tabellen statt interaktiver Modelle
Zeigen Sie auf Ihrer Website professionelle Produktfotos und Tabellen mit allen wichtigen Produktdaten an? Das ist ein erster Schritt, doch attraktiver Online-Vertrieb geht heute noch viel weiter. Gerade innerhalb der letzten Jahre haben sich sowohl die Aufmerksamkeitsspanne als auch die Erwartungshaltung Ihrer Kunden massiv verändert.
In den meisten Unternehmen sind 3D-Daten bereits vorhanden, die auch zur Visualisierung auf Ihrer Website genutzt werden können. Im Engineering entstehen täglich umfangreiche CAD-Daten. Diese Daten bleiben jedoch häufig im Engineering „gefangen“, statt im Vertrieb echten Mehrwert zu schaffen. Dabei könnten Sie potenziell alle Modelle in sämtlichen Ausprägungen und konfigurierbaren Optionen zeigen – automatisiert, konsistent und ohne manuelle Nacharbeit.
Welche Vorteile bietet eine 3D-Produktvisualisierung?
Die 3D-Visualisierung Ihrer Produkte bietet Ihnen zwei große Vorteile:
- Ihr Kunde sieht eindeutig, um welches Produkt bzw. um welche Variante es sich handelt.
- Die Ansicht ist selbsterklärend. Ihr Kunde benötigt keinen zusätzlichen Kontext, um das Produkt zu verstehen.
Im Gegensatz zum persönlichen Verkaufsgespräch oder einem Bestellkatalog bietet eine 3D-Visualisierung ausreichend Kontext und visuelle Orientierung, damit Ihr Kunde das Produkt sofort vollumfänglich erfassen kann. Variantenoptionen sind eindeutig erkenn- und auswählbar – das reduziert Rückfragen und beschleunigt Entscheidungsprozesse.
Welche Herausforderungen gibt es bei der Einführung von 3D-Visualisierungen?
Zunächst ist es nicht immer einfach möglich, 3D-Daten aus der Konstruktionssoftware direkt in einen Web-Konfigurator zu übertragen.
Vor allem bei großen Unternehmen existieren außerdem verschiedene Datenpools. Häufig liegt die Produktkonfiguration fachlich nicht in der Engineering-Abteilung und auch Daten zu Lieferzeiten und Preisen werden in anderen Systemen verwaltet. Diese müssen jedoch im Web-Konfigurator zusammengeführt werden.
Ein weiterer Faktor ist die Performance des Web-Konfigurators bei Ihrem Kunden. Sie müssen sicherstellen, dass Ihre Lösung auf sämtlichen Geräten in verschiedenen Browsern optimal angezeigt wird.
Wie können diese Herausforderungen gelöst werden?
Um Datenpools erfolgreich zusammenzuführen, müssen Sie zunächst lokalisieren, in welchen Systemen die benötigten Daten liegen. In der Regel liegen Produktdaten in einem Konfigurator mit Produktoptionen und Preisen.
Ein weiterer Datenpool kommt aus der Entwicklung und Konstruktion. Diese CAD-Daten liegen in der Regel in einem PDM- oder PLM-System. Besteht die Konfigurationsmöglichkeit im Zusammenstellen von Modulen, muss zusätzlich deren Positionierung für die Visualisierung gelöst werden.
Die beiden Datenpools werden in einem Cloud-Service bereitgestellt, sodass eine (Headless-)Website auf diese zugreifen kann – eine Architektur, die Flexibilität, Skalierbarkeit und Zukunftssicherheit ermöglicht.

Um eine gute Performance des Web-Konfigurators zu gewährleisten, müssen die CAD-Daten in ein Visualisierungsformat gebracht werden. Dabei würde es zu lange dauern, die Visualisierung während der Laufzeit zu erstellen. Hier ist ein intelligenter Ansatz gefragt, der Performance und Flexibilität kombiniert.
So erzeugen Sie Visualisierungen variantenreicher Baugruppen
Die Visualisierung eines einzelnen Produkts ist recht einfach: Der Artikel liegt im ERP-System oder Konfigurator, das Modell liegt im CAD-System. Sie müssen in diesem Fall nur noch das CAD-Modell konvertieren, damit es im Webbrowser sichtbar ist.
Komplizierter wird es, wenn es um Variantenprodukte oder sogar variante Baugruppen geht. Wir haben Kunden, die ihren Endkunden unendlich viele Produkt-Varianten anbieten.

Die Lösung liegt im 150 %-Modell, also in einem Modell, das alle möglichen Varianten eines Produkts in einer einzigen übergeordneten Struktur enthält. Im Konfigurator oder in der Konstruktion wird geplant, welche Module optional, alternativ und variabel sind. Nur für die Module und nicht für das Gesamtprodukt werden Visualisierungen vorab erstellt. Der Web-Konfigurator setzt diese anschließend zu einem 100 %-Modell zusammen.
Hürden liegen einerseits in der Positionierung im Raum und andererseits in den vielen Varianten der Komponenten der jeweiligen Baugruppen. Mit der richtigen Datenstrategie lassen sich diese jedoch effizient automatisieren.
Cideon unterstützt Sie gerne bei der Visualisierung von Variantenkonfigurationen im Web-Viewer. Von der Datenstrategie über die Systemintegration bis zur performanten Darstellung begleiten wir Sie ganzheitlich. Nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf und profitieren Sie von unserer langjährigen Erfahrung im Engineering.
Sehen Sie sich die Visualisierung von Produktvarianten in unserem Webcast „Ihre CAD-Daten sind Gold wert – nutzen Sie sie für den Online-Vertrieb!” an. Anhand eines Praxisbeispiels zeigen wir Ihnen, wie Konfigurationswissen und CAD-Dateien erfolgreich zusammengeführt und visualisiert werden.