Projekte
30/01/20

Voll integriert im Heute und Morgen

Autor: Gregor Karasinsky

Welche Vorzüge bietet das SAP Engineering Control Center? Wir erklären es im Interview mit Matthias Langbehn, Leiter Engineering IT bei der Herbert Kannegiesser GmbH und Teilnehmer der Panel-Diskussion bei den Cideon Solution Days.

Langfristige Perspektiven für CAD- und SAP-Anwender waren bei den Cideon Solution Days im September 2019 in Dresden äußerst gefragt. Warum? SAP S/4HANA rückt als zukünftiges ERP mehr denn je in den Fokus der SAP-Community. Produkthersteller, die in Richtung HANA gehen möchten, müssen sich mit einem tragbaren Backbone für ihre Engineering-Daten beschäftigen.

Ein Begriff tauchte in diesem Zusammenhang in Dresden immer wieder auf: SAP Engineering Control Center (ECTR). Anwender von CAD Desktop müssen für SAP S/4HANA auf ECTR migrieren. Welche Schritte hierfür notwendig sind, vor allem aber persönliche Erfahrungen, standen daher im Mittelpunkt der Panel-Diskussion mit Cideon Kunden, die den Umstieg auf ECTR bereits realisiert haben.

Mit einem dieser Teilnehmer haben wir im Nachgang gesprochen: Matthias Langbehn ist Leiter Engineering IT bei der Herbert Kannegiesser GmbH und hat die ECTR-Einführung im Unternehmen begleitet.

Kannegiesser ist mit den Produktfeldern Waschtechnik, Flachwäsche, Formteile und Systemübergreifende Technologien international in 51 Ländern aktiv.

Im Gespräch mit Matthias Langbehn

Herr Langbehn, Sie nutzen SAP ECTR bereits seit gut einem Jahr. Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

Matthias Langbehn: Mit SAP ECTR haben wir wieder eine stabile und zukunftssichere Plattform, auf der wir die Optimierung unserer Prozesse im Engineering-Umfeld und den angrenzenden Abteilungen vorantreiben können.

 

Sie haben sich einige Systeme angeschaut, bevor Sie sich für SAP PLM mit ECTR entschieden haben. Was waren die Gründe für die Entscheidung?

Für uns waren wichtige Kriterien: Zukunftssicherheit, Skalierbarkeit beziehungsweise die Anpassbarkeit an unsere Bedürfnisse und die Integrierbarkeit in unsere Systemlandschaft. Auf Seite unseres CAD-System-Herstellers sind wir nicht fündig geworden, SAP war als strategischer Software-Partner allerdings bereits gesetzt.

 

Welche fachlichen und budgetären Gründe haben die Auswahl mitgeprägt?

Das war zuerst die nahtlose Integration unserer CAD-Systeme Solidworks und DraftSight Professionell. Da Kannegiesser weltweit aufgestellt ist, spielten jedoch auch die standortübergreifende Zusammenarbeit und die Datendurchgängigkeit zu Folgeabteilungen wie der Produktion eine wichtige Rolle bei der Systemauswahl.

 

Stichwort CAD: Es gibt auf der SAP-Preisliste einige Integrationen ins SAP ECTR, Sie haben unter anderem eine zu Draftsight 2017 SP2 Enterprise, die nicht auf der Liste zu finden ist. Woher haben Sie diese Integration?

Richtig. Draftsight ist bei uns im Haus das strategische CAD-Tool zur Bearbeitung von 2D-Daten im DWG-Format. Die Integration ins ECTR beziehungsweise SAP hat Cideon projektspezifisch für uns implementiert.

 

Mit Blick in die Zukunft geht für Sie als SAP-Anwender der Blick wahrscheinlich in Richtung S/4HANA. Die SAP ECTR Konfiguration bleibt Ihnen auch unter HANA erhalten. Haben Sie bei der Entscheidung für den SAP ECTR bereits die zukünftige SAP S/4HANA Einführung im Blick gehabt?

Das Stichwort Zukunftssicherheit hatte ich eingangs ja bereits genannt. Beim Projektstart war S/4HANA für uns noch recht weit weg. Jetzt werden jedoch die ersten vorbereitenden Schritte unternommen und die Updatefähigkeit bestätigt uns in der Richtigkeit unserer Entscheidung.

Danke, Herr Langbehn.

Resümee

Das Gesamtpaket, bestehend aus Standard-Software für die Solidworks-Einbindung ins SAP ERP und der Sonderimplementierung für DraftSight Professionell, schafft beim Weltmarktführer für Großwäschereitechnik nicht nur weniger IT-Schnittstellen und Redundanzen bei den Daten, sondern auch die Basis für SAP S/4HANA. Und traf damit im Kern exakt das Interesse vieler der über 60 teilnehmenden Unternehmen in Dresden, die den Erfahrungen von Matthias Langbehn zum ECTR aufmerksam folgten.

Welches Programm die Teilnehmer der Cideon Solution Days 2020 erwartet, steht noch nicht final fest, die Agenda ist jedoch bereits in Arbeit. Nur so viel sei verraten:

Die CIDEON Solution Days 2020 finden am 16. und 17. September 2020 im Technik Museum Sinsheim statt. Die Anmeldung ist bereits möglich.


Einen kurzen Rückblick auf die Cideon Solution Days 2019 bietet unser Video:

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