Tipps und Tricks für Autodesk Inventor: Bauteiloberfläche in Stückliste oder Texten ausgeben
In einem unserer letzten Inventor Tipps haben wir uns damit beschäftigt, wie man in vielen Bauteilen ohne großen Aufwand iProperties per Stückliste ändert.
Mit unserem neuen Tipp sind wir nah am Thema: Die Oberfläche eines Bauteils soll in der Stückliste oder im Schriftkopf mit ausgegeben werden. In Inventor ist die Oberfläche zwar in den iProperties hinterlegt - so weit, so gut. In der Stückliste oder beim Erstellen eines Textes kann jedoch nicht direkt auf dieses iProperty zugegriffen werden. Der Zugriff auf die Oberfläche ist für Folgeprozesse allerdings durchaus relevant: zum Beispiel, wenn es an die spätere Beschichtung des Bauteils geht.
Obwohl in den physikalischen iProperties in Inventor hinterlegt, kann in der Stückliste oder beim Erstellen eines Textes nicht direkt auf die Oberfläche zugegriffen werden.
Zugriff auf die Bauteiloberfläche in der Stückliste: Schritt für Schritt

Erstellen Sie im Bauteil ein benutzerdefiniertes iProperty (Bild oben) und weisen Sie diesem iProperty das interne physikalische Inventor iProperty zu. Ergänzen Sie die Einheit cm², da Inventor die Oberfläche immer in cm² ausgibt.

Schließen Sie die iProperties. Beim nächsten Öffnen wird Ihnen die Öberfläche bzw. der Wert (Bild oben) angezeigt. In der Zeichnungsableitung platzieren Sie nun eine Stückliste (Bild unten). Bearbeiten Sie diese und wählen Spalten hinzufügen an. Wählen Sie 'Neue Eigenschaft'.

Klicken Sie auf '<<Klicken zum Hinzuf. von Eigensch.>>' (Bild unten). Tragen Sie den Namen des zuvor im Bauteil erstellten iProperties - in unserem Fall: 'Oberfläche' - ein und bestätigen Sie mit 'OK'.

Das iProperty erscheint nun in der Liste der ausgewählten Eigenschaften ...

... und damit auch in Ihrer Stückliste.
Soll diese Eigenschaft in einem Text oder im Schriftfeld dargestellt werden, dann können Sie die neue benutzerdefinierte Eigenschaft aus dem Modell auslesen (Bild unten).

Fertig!
Allerdings hat diese Vorgehensweise einige Nachteile. So lässt sich z. B. die Darstellung des Ergebnisses nicht ändern. Die Einheit ist immer cm² und das Ergebnis kann nicht gerundet werden. Eine größere Herausforderung sind jedoch die Bestandsdaten: Die oben beschriebene Änderung müsste in jede einzelne Datei eingetragen werden.
Aber zum Glück gibt es bessere Lösungen.
Bauteiloberfläche per iLogic bestimmen
iLogic ist in Inventor ein immens mächtiges Werkzeug. Mit Hilfe dieser internen Scriptsprache lassen sich relativ einfach interne Eigenschaften, wie z. B. die Bauteiloberfläche, auslesen und in frei zugängliche iProperties eintragen. Dabei können auch Einheiten umgerechnet und die Werte beliebig gerundet werden, falls man zum Beispiel statt 25.206,68997 cm² lieber 2,5 m² haben möchte.
Auch für Bestandsdaten bietet iLogic eine Lösung. Die Regeln können nicht nur intern, also im Bauteil, sondern auch extern abgelegt werden. Damit lassen sich die gewünschten Daten auch in Bestandsdaten eintragen, bei denen die Angaben noch fehlen.

Bereich mittels Oberflächen-Feature auslesen
Ein weiterer Weg, die Flächengrößen zu bestimmen, ist die Benutzung des Formelementes Oberfläche. Diese bietet zwar nur wenige Konfigurationsmöglichkeiten, kommt dafür aber mit den “Bordmitteln” von Inventor aus.

Egal, welche Oberflächeneigenschaft Sie wählen, Inventor schreibt die zugehörigen Angaben als Parameter in das Bauteil. Eine Kennzeichnung als Exportparameter überträgt diese Angaben in die iProperties.

Cideon Inventor Toolbox
Zu guter Letzt gibt es noch die Option, die Cideon Inventor Toolbox einzusetzen. Diese Sammlung nützlicher Tools unterstützt Sie in Ihrer täglichen Arbeit mit Inventor, vereinfacht Ihre Arbeit und beschleunigt viele Tätigkeiten.
Mit der Toolbox können Sie die Ausgabe der Oberfläche frei konfigurieren. Die Lösung wird von Cideon fertig geliefert. Sie können einfache Anpassungen vornehmen, ohne dass Sie programmieren müssen.

Sie möchten sich noch besser in Autodesk Inventor zurechtfinden? Dann werfen Sie jetzt einen Blick auf unsere Trainings:
