Reibungslose Abläufe im Hintergrund sind ein entscheidender Faktor für gute Kundenprojekte – auch wenn sie oft kaum sichtbar sind. Eine starke Assistenz sorgt dafür, dass Termine koordiniert, Themen strukturiert und Informationen zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind. Für Ruth Köppel liegt genau hier der Kern ihrer Arbeit bei Cideon. Als Assistenz der Geschäftsführung am Standort Gräfelfing schafft sie die organisatorische und kommunikative Basis für einen reibungslosen Arbeitsalltag im Unternehmen.
Ihr unkonventioneller Werdegang – von der Hotelfachfrau über verschiedene Assistenzrollen bis hin zur Immobilienmaklerin – bringt dabei eine besondere Stärke mit: Sie bleibt auch bei hoher Dynamik strukturiert, kommunikativ und belastbar.
Im Interview erzählt Ruth, wie ihr Weg zu Cideon geführt hat, wie ihr Arbeitsalltag aussieht und warum sie gerade den Zusammenhalt im Unternehmen schätzt.
Was hat Ruth Köppel vor Cideon gemacht?
Ruth Köppel kommt ursprünglich aus dem hessischen Darmstadt und hat dort ein Gymnasium besucht. „Ich war eine durchschnittliche Schülerin und wollte eigentlich gar kein Abitur machen. Ich bin in der 11. Klasse ein Jahr in die USA gegangen und habe eine Highschool in Connecticut besucht, um meine Englischkenntnisse aufzubessern”, erinnert sich Ruth und ergänzt: „Mein Vater war Universitätspräsident und wollte unbedingt, dass ich Abitur mache und studiere. Also habe ich zumindest ersteres erledigt”.
„Während der letzten beiden Schuljahre habe ich diverse Ferienjobs angenommen und unter anderem auch ein freiwilliges Praktikum in einem Hotel absolviert. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht – die verschiedenen Abteilungen, der Kontakt zu unterschiedlichen Menschen – es war immer etwas los und nie langweilig. Ich konnte mir damals gut vorstellen, eine Ausbildung im Hotelfach zu machen. Davon waren meine Eltern allerdings wenig begeistert. Dennoch habe ich während der Abiturzeit schon erste Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz im Hotel verschickt und auch ziemlich schnell eine Zusage bekommen, allerdings nicht für den Herbst, sondern erst zum Februar des Folgejahres. Also habe ich mich nach dem Abitur für die Zeit bis zu meinem Ausbildungsbeginn an der Uni eingeschrieben und ein wenig die schönen Seiten des Studentenlebens genossen”, erzählt Ruth und lacht.
Im besagten Februar hat sie dann ihre Lehrstelle im Steigenberger Hotel in Frankfurt angetreten. „Das erste halbe Jahr war hart, weil ich anfangs nur Zimmer und Toiletten putzen musste und anschließend als Küchen- und Spülhilfe eingesetzt war, aber ich habe es durchgezogen und war am Ende gelernte Hotelfachfrau. Das letzte Ausbildungsjahr hat mir am meisten Spaß gemacht, da war ich unter anderem in der Personalabteilung, im Veranstaltungsbereich und in der Gastronomiedirektion eingesetzt” erzählt Ruth ein wenig stolz.
“Nach der Ausbildung bin ich für 1 ½ Jahre in die Schweiz gegangen und habe dort in einem 5* Hotel in Interlaken am Empfang gearbeitet. Es war eine super Zeit in einer wunderschönen Umgebung. In meiner Freizeit bin ich viel Ski gefahren und gewandert” schwärmt Ruth.
“Nach Ablauf meiner Aufenthaltsgenehmigung bin ich zurück nach Deutschland und habe mich von Berlin bis München beworben und eine Zusage für eine Trainee-Stelle im Food- und Beverage-Management in einem Hotel in München bekommen.”
Angekommen in München folgte schnell die Ernüchterung. Ruth erzählt: „Auch wenn ich formell eine Trainee-Stelle im Food & Beverage-Management hatte, wurde ich ständig durch die Abteilungen gereicht, wenn Not am Mann war. Ich habe teilweise zwei Schichten hintereinander gearbeitet, wurde schlecht bezahlt und habe insgesamt nichts dazugelernt. Also habe ich der Hotelbranche den Rücken gekehrt und mich umorientiert.”
“Beim Eisessen mit meiner Tante hat sie mir erzählt, dass viele Unternehmen gerne Leute aus der Hotelbranche beschäftigen, weil sie meist zeitlich flexibel, teamfähig, serviceorientiert und belastbar sind.”
Genau das war auch Ruths erste Anlaufstelle auf ihrem weiteren Berufsweg, der durch einige Richtungswechsel geprägt war. „Zunächst habe ich mehrere Jahre als Empfangssekretärin, am Ende als Empfangsleitung bei der Boston Consulting Group gearbeitet. Danach habe ich meine erste Rolle als Assistentin der Geschäftsleitung bei einer Werbeagentur gestartet. Durch einen Zufall kam ich von dort in die Immobilienbranche und arbeitete eine Weile als selbstständige Immobilienmaklerin. Danach ging es wieder in weitere Assistenzrollen in unterschiedlichen Branchen wie Filmproduktion, Beratung, IT und Software” erzählt Ruth.
Ihre letzte Station vor Cideon war das Unternehmen Adobe. „Ich habe dort zwölf Jahre lang mit insgesamt sieben verschiedenen Vorgesetzten gearbeitet. Es war eine spannende Zeit in einer schnelllebigen Umgebung mit ständigem Wandel. Neben meiner Assistenzrolle war ich Teil des Munich Support Teams und wir haben das Office-Management und zahlreiche Meetings und Events organisiert und auch das Desksharing eingeführt und umgesetzt. Durch immer wiederkehrende Umstrukturierungen und personelle Veränderungen im Management und Vertrieb habe ich noch mal Lust auf etwas Neues bekommen und mich umgeschaut” berichtet Ruth.
Wie ist Ruth zu Cideon gekommen?
Ruth ist durch eine Stellenanzeige auf Cideon aufmerksam geworden. „Cideon hat mir zunächst nichts gesagt, aber der Standort Gräfelfing hat mit gefallen, weil ich mit meinen zwei Kindern dort wohne. Also habe ich mich über Cideon und die Friedhelm Loh Group informiert, eine Bewerbung hingeschickt und wurde schnell zum Gespräch eingeladen. Das war 2020 während des Corona-Lockdowns. Beim zweiten Gespräch habe ich dann den damaligen Geschäftsführer Clemens Voegele kennengelernt. Das Gespräch war sehr angenehm und die Chemie hat sofort gestimmt” erinnert sich Ruth.
Nach wenigen Wochen stand schon die erste personelle Veränderung an. Ruth erzählt: „Clemens rief mich in sein Büro und erzählte mir, dass er innerhalb der FLG eine neue Rolle in Haiger annehmen wird. Das war zunächst mal ein kleiner Schock für mich, aber nach einer Interimslösung in der Cideon Geschäftsführung wurde dann Rolf Lisse zum Geschäftsführer befördert, mit dem ich mich immer gut verstanden habe.”
Ruth Köppel mit Kolleginnen und Kollegen beim Mittagessen auf der Dachterrasse in Gräfelfing
Wie sieht die tägliche Arbeit im Assistenz-Bereich aus?
Ruth hat in ihrem Arbeitsalltag gleich mehrere Hüte auf. Sie erzählt: „Neben der Assistenz für Rolf Lisse bin ich auch für das Management Board tätig, vor allem bei den Reisen. Ich buche aber auch internationale Reisen für andere Abteilungen. Ich organisiere die Board Meetings, stelle die Agenda zusammen, koordiniere die Gäste und stimme alles mit Rolf ab. Ich bin darüber hinaus für die Organisation der internen Meetings zuständig, wie zum Beispiel das jährliche Consulting- und Sales Meeting. Außerdem bin ich Ausbildungsbeauftragte bei Cideon und kümmere mich um unsere Auszubildenden. Ich bin die Standortverantwortliche für Gräfelfing und ich koordiniere die Firmenläufe, wie den B2Run, da nehmen wir an gleich mehreren Standorten teil”.
Der Assistenz-Beruf hat sich im Laufe der Zeit sehr gewandelt. „Ich hatte damals Chefs, die haben keine E-Mail selbst geschrieben und mir die Antworten auf Band diktiert. Rolf ist da zum Glück ganz anders. Er erledigt viele Dinge selbst und ich arbeite ihm zu”, erklärt Ruth.
Wiesn am Standort Gräfelfing 2023
Was schätzt Ruth an Cideon?
Für Ruth spricht besonders das Zwischenmenschliche für Cideon. „Ich schätze vor allem das Miteinander. Wir haben ein ganz tolles Arbeitsumfeld und eine angenehme Unternehmenskultur. Jeder kann jeden ansprechen, wir arbeiten gut zusammen, auch über verschiedene Altersgruppen hinweg. Der Zusammenhalt ist einfach angenehm”, betont Ruth und ergänzt: „Wir machen hier am Standort Gräfelfing viel zusammen. Wir essen gemeinsam Mittag, machen manchmal ein Mitbring-Buffet und nehmen an Firmenläufen teil”.
Auch die Flexibilität spielt für Ruth eine Rolle. „Für mich ist der kurze Arbeitsweg ein großer Pluspunkt, deshalb bin ich auch oft im Büro. Aber ich kann jeden mit einem längeren Anreiseweg verstehen, der lieber im Homeoffice arbeitet. Ich finde es toll, dass wir durch unsere Betriebsvereinbarung viele Freiheiten haben. Gerade als Alleinerziehende von zwei Jugendlichen erleichtert das meinen Alltag enorm. Die einfachen Absprachen mit Rolf sind ebenfalls ein positiver Faktor”, erzählt Ruth.
Wir wünschen Ruth weiterhin viel Spaß und Erfolg als Assistentin der Geschäftsführung!