Configure to order Insights
9/02/21

Configure-to-Order (CTO): Mehr Effizienz für die kundenindividuelle Fertigung

Autor: Christoph Kokew

Komplexe Produktentwicklungen weiter standardisieren und trotzdem individuelle Anforderungen explizit in Serie realisieren – das ist kein Widerspruch, sondern ein klassisches Thema für die Configure-to-Order-Methode. Lesen Sie hier mehr darüber und erfahren Sie zudem, wie digitale Technologien die Standardisierung weiter erhöht.

Definition Configure-to-Order: Was bedeutet das eigentlich?

Configure-to-Order (CTO) steht für eine Konstruktionsmethode, bei der ein Produkt durch die Auswahl an vorgegebenen Optionen nach Wunsch konfiguriert wird. Das bedeutet: Das Produkt wird nicht mehr komplett auftragsspezifisch entwickelt, sondern mit allen möglichen Bauteilen oder Optionen durchkonfiguriert. Dieser Ansatz unterscheidet sich von der Methode des Engineer-to-Order (ETO): Dabei entwickelt der Anwender eine vollständig maßgeschneiderte Lösung.

Vorteil CTO: einfache Effizienzsteigerung im Produktentstehungsprozess

Mithilfe der Configure-to-Order-Methode kann ein Produkt oder Bauteil nach vorheriger Implementierung der gewünschten Konfigurationsparameter schneller und kostengünstiger realisiert werden – nicht maßgeschneidert, aber dennoch einmalig. Und das immer ausreichend vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen produzierender Unternehmen: steigender Innovationsbedarf, hoher Kostendruck, hohe Verwaltungsaufwände und anhaltender Fachkräftemangel.

Traditionell sind insbesondere Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau stark durch die ETO-Methode geprägt, sie streben einen höheren CTO-Anteil an. Die Ziele: Produkte weiter individualisieren, Prozesse noch stärker standardisieren.

Digitale Standardisierung: Schneller von Engineer-to-Order zu Configure-to-Order

Die Digitalisierung von Konstruktion und Fertigung erweist sich dabei als großer Treiber für einen weiteren Wandel von der Engineer-to-Order- hin zur Configure-to Order-Methode – und das auf zwei Wegen.

Auf der Produktseite versprechen weitere Standardisierungsschritte in der CAD-Bearbeitung, das sogenannte Engineering Automation, weitere Effizienzsteigerungen im CTO-Umfeld. Auf der Prozessebene können mit der Vision der intelligenten Fabrik, der so genannten Smart Factory, zukünftig kundenindividuelle Aufträge in einer hoch automatisierten Fertigung hergestellt werden.

PDM-/PLM-System: effizientes Datenmanagement für weitere Standardisierung im CTO-Umfeld

Die Grundvoraussetzung dafür: Der gesamte Produktentstehungsprozess sowie dessen Datenverarbeitung müssen durchgängig gestaltet sein. PDM-/PLM-Systeme, etwa Autodesk Fusion Lifecycle, unterstützen die damit einhergehenden Herausforderungen. Konstruktions- und Produktionszeiten werden verkürzt, Entwicklungs- und Nachbearbeitungskosten gesenkt.

CIDEON: Mehrwert für ein effizientes CTO und ETO

CIDEON ist langjähriger Autodesk Platinum Partner und berät Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau für ein effizientes Softwarehandling in CTO- und ETO-Prozessen. Die Engineering-Experten erarbeiten Lösungen für eine durchgehende Datenintegrität und Informationsplattformen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Für ein effizientes Engineering bietet CIDEON angepasste Beratungslösungen, vom Training, über Workshops zur Konstruktionsmethodik und Coaching on the Job bis zu Engineering Quick-Checks und Prozessanalysen an.

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